St. Koloman bei Schwangau

Bild Colomann

Die Kirche liegt abseits von Schwangau auf freiem Feld. Die gestuften Strebepfeiler erwecken den Eindruck eines barockisierten spätgotischen Baukörpers, der jedoch tatsächlich erst in der Barockzeit entstand. Der mittelalterliche Eindruck wird durch die niedrige Mauer (1684) um den ehemaligen Pestfriedhof von 1635/1636 verstärkt. Der östlich des Gotteshauses gelegene Gottesacker ist im Nordosten durch ein kleines Rundtürmchen bewehrt.

Der lang gestreckte Außenbau wird durch die Strebepfeiler und doppelte Fensterreihen gegliedert. Der Chor ist stark eingezogen, also schmäler als das Langhaus, das von einem ziegelgedeckten Satteldach abgeschlossen wird. Das Chordach ist um etwa ein Drittel erniedrigt. Der eigentliche Chor schließt gerade. In seiner Flucht ist die dreiseitig geschlossene Sakristei angefügt, so dass der Chorbau ungewöhnlich langgestreckt erscheint.

Der hohe Turm trägt eine Zwiebelhaube unter dem Achteck des Obergeschosses. Der Unterbau ist quadratisch und wird nur durch schmale Lichtschlitze unterbrochen.
Innenraum

Das Langhaus umfasst fünf Joche, die von einer Stichkappentonne überspannt werden. Zwischen den Fenstern gliedern Pilaster die Wände. Die Rund- werden durch ein kräftiges Gesims von den unteren Ovalfenstern getrennt.

Die reiche Stuckdekoration Johann Schmuzers überzieht Decken und Wände. Man erkennt Fruchtgehänge, Engel, Muschel- und Blattwerkdekorationen. Die Stuckmarmoraltäre des Wessobrunner Meisters sind in Rot und Weiß gehalten. Sie übernehmen die Dekorationsformen der Stuckaturen und verschleifen so den Übergang zwischen Langhaus und Chorraum.

Der mächtige Hochaltar mit seinem dreifachen Säulenaufbau trägt ein gemaltes Altarblatt mit der Darstellung des hl. Coloman mit der Hl. Dreifaltigkeit (Bartholomäus Bernhardt). Die Nebenaltäre entsprechen in ihrem Aufbau dem Hauptaltar. Die Altarblätter Bernhardts zeigen im Norden die Glorie des hl. Magnus, im Süden die hll. Cosmas und Damian. Der ungefasste (unbemalte) Kanzelkorb stammt aus der Erbauungszeit. Als Schöpfer ist Georg Fischer überliefert.

Quelle Text: http://de.wikipedia.org/wiki/St._Coloman_%28Schwangau%29
Quelle Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schwangau_church_marc_berger.jpg (Author Marc D. Berger - The Rio de Janeiro Photo Guide)

Standort

Kirche St. Coloman
Colomannstr.
Schwangau, BY
Deutschland

Ansicht Landkarte

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